Strandtage

Nun – wir haben länger nichts von uns hören lassen….das heißt wohl auch, dass wir entschleunigt haben!

Der Besuch der Meteora Klöster hat sich wirklich gelohnt. Faszinierend, wie solche monumentalen Bauten auf so unzugänglichem Gelände erbaut werden konnten. Sobald man oben ist, kann man sich trotzdem kaum vorstellen, wie entbehrsam das Leben dort zum Teil auch noch heute ist. Nach zwei sonnigen Tagen in Kalambaka hatten wir wieder Lust auf Strand und Meer und machten uns auf in Richtung Mittelmeerküste unterhalb von Thessaloniki.

 

Auch hier fanden sich zumeist sehr verschlafene und verrammelte Küstendörfer, die im Sommer sicher voller Urlauber sind. Jetzt waren alle Campingplätze und viele Restaurants noch geschlossen. Da wir eh nicht darauf aus waren dort zu stehen, fanden wir einen sehr schönen Platz an der Steilküste in einer blühenden Wiese mit Blick auf das Olympmassiv. Mit diesem Ausblick auf die untergehende Sonne schmeckten die Souvlaki noch dreimal so gut…

Aber es sollte noch besser kommen- wir fuhren weiter an Thessaloniki vorbei in Richtung Kassandra/ Halkidiki – wo wir mehrere Tage nacheinander an verschiedenen, traumhaft langen Sandstränden nahezu einsam stehen konnten. Das Meer war zwar noch ziemlich kalt, aber als ostseeerprobte Norddeutsche haben wir uns wenigstens kurz reingewagt, worüber die Griechen in ihren Daunenwesten natürlich  nur den Kopf schütteln können. Erste Angelversuche am Abend wurden von einer vorbeiziehenden, großen Delphinschule müde belächelt – aber soll man sich daran stören?

An einem diese Strände trafen wir auf Martin mit seinem Sohn Kay aus London, die leider schon am  darauffolgenden Tag abreisen mussten. Dachten sie zumindest – denn am nächsten Tag kam die ganze Familie wieder an den Strand, da ein Streik ihnen vier weitere Tage ‚ geschenkt‘ hatte. Antonia freute sich natürlich riesig, und wir verbrachten sehr unterhaltsame Stunden mit Oky und Martin. Die Beiden luden uns zu sich zum Abendessen ein, so dass wir die Zelte abbrachen und nach Loutra fuhren. Hier wurden wir köstlich mit koreanischem Essen bekocht und konnten hier  am nächsten Tag unsere Vorräte auffüllen.

Unser nächste Ziel war Sithonia, wo wir direkt über kleine Bergstraßen nach Porto Karras fuhren. Hier fanden wir einen geöffneten Campground und direkt am Strand auch Nadine und Markus, die mit ihrem 405 Unimog dort ebenfalls Halt machten.

Es dauerte nicht lange und der Grill wurde angeschmissen – es sollte ein längerer Abend werden, denn die Beiden konnten uns viel von Ihrer schon seit September letzten Jahres gestarteten Reise erzählen. Der Tag darauf war mit Wäschewaschen, Schwimmen gehen, Sonnenbaden, Slacklining gefüllt, so dass am frühen Abend die nächstgelegene Taverne, die sich als fantastisches Fischrestaurant herausstellte, aufgesucht wurde.

Da die Beiden auch erst auf Sithonia angekommen waren, beschlossen wir gemeinsam die nächsten Buchten aufzusuchen, nachdem wieder einmal Vorräte nachgekauft wurden. Es schlossen sich noch weitere, fünf gemeinsame Tage an, an denen Traumplätze gefunden, viel gelacht, Geschichten erzählt, gebadet und kräftig Feuer gemacht wurde. In Metamorfosi trennten sich dann unsere Wege wieder, da wir gen Osten, die Beiden gen Westen weiterziehen wollten. Eine fantastische Woche- vielen Dank und lieben Gruß an dieser Stelle an Euch Beide!

In Kavala planten wir einen mehrtägigen Stopp ein, da Sebastians Schwester uns die von der Visaagentur mit einem einjährig gültigem Russlandvisum versehenen Reisepässe zuschicken wollte (die Visa waren leider erst Anfang April fertig). Hier gibt es eine DHL Station an die wir die Pässe schicken lassen wollten. Außerdem wollten wir mal wieder auf einen Campingplatz, um ausgiebig das Internet und eine Waschmaschine zu nutzen. Leider hatte der Campingplatz dieses Beides gerade nicht zu bieten…. Waschmaschinen gab es leider nicht und das WLAN funktionierte nicht – oder kaum. Leider konnte das auch keiner auf dem Platz beheben… Griechisch eben…

Kavala hat uns richtig gut gefallen. Wir waren länger nicht mehr in einer richtigen Stadt und genossen es in Cafés zu sitzen, gut in einer super Fischtaverne zu essen und sogar ein bisschen zu shoppen. Antonia fand es auch gut mal wieder unter sovielen Menschen zu sein. Sie jagte die Tauben auf dem zentralem Platz und ritt auf sämtlichen Plastikelefanten und Pferden, die wir bereit waren mit 50 Cent Stücken zu füttern. Die Pässe kamen wie erwartet nach drei Tagen an.

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Jetzt ist es für uns an der Zeit Griechenland zu verlassen und in die Türkei weiterzureisen. Griechenland (außerhalb der Saison) hat uns sehr gut gefallen- für uns genau die richtige Mischung aus lässiger Unperfektion, manchmal verschlafener Einöde mit leeren Traumbuchten gepaart mit den Annehmlichkeiten immer und überall einen Supermarkt, eine nette Taverne mit Meerblick und eine Tankstelle zu finden. Das wird im Verlauf der Reise ja sicher noch anders werden…  Wir haben uns alleine nachts an den einsamen Stränden nie unsicher gefühlt und nie schien sich jemand an uns zu stören. Man wurde einfach in Ruhe gelassen – richtig Kontakt haben wir zu den Griechen daher leider nicht gefunden. Gestört hat uns hier eigentlich nur der viele Müll, der wirklich überall ist – aber auch das wird uns sicher in den weiteren Ländern unser geplanten Reise begleiten und man könnte seitenweise darüber schreiben.

Ein Gedanke zu “Strandtage

  1. Hey Ihr Lieben, die Fotos sind echt toll! So schön was davon zu sehen und zu lesen wie es in Griechenland für Euch war! Traumplätze… Und Antonia so süß- mal mit Hut, mal in griechischer Tracht! Sie sieht auf dem letzten Foto ja schon fast so groß aus wie sie bald wird 😉
    Huijuijui: Panorama-Schleichweg direkt an der Küste- schonmal Höhenangsttraining :-O ?
    Dann eine schöne Zeit in der Türkei!!! Fühlt Euch gedrückt

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